Indie-Bücher stellt vor: Die Wortfiliale
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Die Wortfiliale – Die Online-Buchhandlung voller Indie-Bücher

Die Wortfiliale Heute stelle ich euch eine kleine Online-Buchhandlung vor, die sich ausschließlich Büchern von Selfpublisher:innen und Klein(st)verlagen verschrieben hat: Die Wortfiliale. Seit einem Jahr kümmert sich Gründer Florian Richter darum, seine Wortfiliale mit immer mehr SP-Büchern zu füllen. Für Indie-Bücher hat er ein paar Fragen beantwortet, um sich und die Wortfiliale vorzustellen.

Florian Richter Lieber Florian, erzähl doch bitte kurz wer du bist.
Hallo, ich bin Florian Richter und Inhaber der Onlinebuchhandlung „Die Wortfiliale“. Anfang 40, Vater von zwei Söhnen.
Begeisterter Leser, auch wenn die Zeit nicht mehr oft dazu reicht. Kulturbegeistert und Fan rund um das bedruckte Buch.
Ich bin da tatsächlich etwas altbacken, denn für mich ist ein Buch etwas fast magisches. Das Papier, sein Geruch, das Geräusch des Blätterns.
Dies alles erzeugt bei mir eine Atmosphäre, in der ich Träumen und mit dem Buch verreisen kann.

Das kann ich total nachempfinden. Bücher sind super. Bist du selbst auch schriftstellerisch tätig?
Ich selbst schreibe auch. Bisher sind es vier Bücher, die ich als Selfpublisher herausgebracht habe.
Mit meinem ersten Roman bin ich nun beim kleinen Masou Verlag untergekommen und freue mich darauf,
wenn mein Roadtrip dieses Jahr erscheint. Zur Zeit schreibe ich an einem Mystery-Thriller.

Spannend! Wie kommt es, dass du so viel für Selfpublisher übrig hast?
Wie ich in der vorangegangenen Frage erzählt habe, bin ich selbst Selfpublisher und habe natürlich in den letzten Jahren viele Kontakte geknüpft.
Ich lernte, ihre Bücher zu schätzen. Sie enthalten so viel Herzblut und Leidenschaft, die in einem Verlag manchmal beschnitten werden kann.
Oft waren es die Menschen hinter dem Buch, die ich kennenlernte und mir eine andere Sicht auf Bücher im allgemeinen gaben.

Wie entstand die Idee für die Wortfiliale? Warum hat es dir keine Ruhe gelassen, so dass du es letztlich dann umgesetzt hast?
Tatsächlich führten zwei Wege zur Wortfiliale. Die eine war eine Gestalt, die mir jeden Morgen im Spiegel auflauert und der ich in meinem Schriftsteller-Dasein Leben einhauchte.
Der Zombie im Spiegel war geboren, der von vielen Freunden, Bekannten, aber gerade auch bei den Lesern meiner Bücher für so manchen Schmunzler gesorgt hat.
Schnell kam die Idee auf, diese entstandenen Sprüche auf diverse Gegenstände zu drucken. Doch diese Idee allein machte mich als Autor nicht glücklich.
Immer wieder traf ich die gleichen Probleme der Selfpublishing-Szene. Die Vermarktung und Anerkennung auf dem Büchermarkt ist nach wie vor schwer.
Und so kam der Entschluss auf, die Wortfiliale zu gründen. Sie zu einem zentralen Anlaufpunkt für Leser zu machen, die genau so wie ich gute Bücher schätzen und lieben, und dafür nicht auf Verlagsbücher setzen müssen.

Welche Titel hast du durch Eröffnung der Wortfiliale kennengelernt, die du gerne weiterempfiehlst?
Das ist eine gemeine Frage, die ich aber gerne und einfach beantworte. ALLE!
Die Wortfiliale ist zwar meine Idee und doch ist es für mich ein Gemeinschaftsprojekt mit den Selfpublisher:innen und Autor:innen von Kleinverlagen.
Mit jedem einzelnen von ihnen habe ich einen persönlichen Kontakt. Mit dem einen mehr, mit dem anderen weniger.
Aber diese Philosophie gewährte mir Einblicke in jedes Buch und auf die Autorin/den Autor und so hat jedes Buch seine eigene, ganz besondere Geschichte.
Jedes Buch der Wortfiliale ist eine Empfehlung wert und ist auch die Leser wert, die es in ihren Händen halten werden.
Natürlich habe ich auch einen eigenen Geschmack. So sind es die Thriller von Drea Summer, die ich empfehlen kann, oder auch den Mittelalterroman „Bäckersmann und Tagedieb“ von Guido T. Krämer. Und wer einmal wirkliche Hochliteratur lesen möchte, dem empfehle ich „Opfer auf Moria“ von Angelo C. Silenzio. Aber ich könnte hier jetzt seitenlang Bücher aufzählen, die ich empfehlen kann.
Letzten Endes findet jedes einzelne Buch seine Leserin oder seinen Leser.

Warum ausgerechnet diese Titel? Was gefällt dir daran besonders?
Ich fange mal bei Drea Summer an. Die österreichische Autorin mit Wohnsitz auf Gran Canaria ist einfach sympathisch.
Sie hat einen angenehmen Schreibstil in ihren Büchern, den man einfach prima lesen kann. Ihre Thriller sind spannend von der ersten Seite an und ich kann mich echt glücklich schätzen, dass ich aus ihren Büchern schon selbst bei Live-Lesungen der Wortfiliale vorlesen durfte.
„Bäckersmann und Tagedieb“ schätze ich aus einem anderen Grund. Ich habe den Autor per Zufall auf einem Konzert seiner Band kennengelernt.
Dazu spielt das Buch noch in Andernach, dass ganz bei mir in der Nähe liegt. So war auch der lokale Bezug direkt hergestellt und die Geschichte hat mich in ihren Bann gezogen.
Ein ganz anderes Buch ist „Opfer auf Moria“ von Angelo C. Silenzio. Dieses Buch ist tatsächlich nicht für jedermann. Es ist ein Gesamtkunstwerk mit Kurzgeschichten, Gedichten und Bildern.
Der schweizerische Autor hat einen Stil und eine Tiefe in den Büchern, die wirklich an Hochliteratur anknüpft. Das Buch hat mich fasziniert und lange beschäftigt.

Vielen Dank für diesen Einblick in die Wortfiliale und deine Leseempfehlungen.
Ich bedanke mich auch für das Interview und dafür, dass ich mich und meine Wortfiliale vorstellen durfte.


Wer jetzt Lust auf Bücher shoppen bekommen hat, der sollte unbedingt mal in der Wortfiliale vorbeischauen. Auch über einen Gruß bei Facebook oder Instagram freut sich die Filiale sehr.

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