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Maike, Martha und die Männer von Birgit Schlieper

Darum geht’s:
Student Arne hat eine clevere Idee: Damit seine Eltern sein Studium finanzieren, muss er im Sommerurlaub der Eltern zuhause auf die Oma aufpassen. Weil er dazu keine Lust hat, schleppt er jedes Jahr seine aktuelle Eroberung zu Oma in den Schwarzwald und macht sich dann mit einer fadenscheinigen Ausrede davon. Dieses Jahr ist Maike das Opfer dieser Masche. Und mit ihr ist Arne an die Falsche geraten – Maike und Oma Martha machen ihre ganz eigene Art von Urlaub.

So fand ich’s:
Maike ist begeistert davon, dass sie sich den tollen Sportstudenten Arne geangelt hat, der ihrer Meinung nach eigentlich in einer anderen Liga spielt als sie selbst. Als sie jedoch statt mit buntem Cocktail auf einer Partyinsel mit Arnes Oma im Schwarzwald sitzt, schwant ihr, dass Arne das genau so geplant hatte und sie gerade ausgenutzt wird. Doch wie rächt man sich an diesem Typen, der sich davon gemacht hat und vermutlich mit seinen Kumpels irgendwo surft? Die noch ziemlich rüstige Oma Martha packt die Abenteuerlust und deshalb beschließen die zwei Frauen, zusammen mit Omas Bewunderer Karl-Werner nach Paris zu fahren. Soll Arne sich doch Sorgen machen, wo Maike und Oma abgeblieben sind.

So beginnt eine witzige Reise durch Frankreich, bei der die Drei sich treiben lassen, immer mal das Ziel wechseln und natürlich auch mit Pannen und Problemen zu kämpfen haben. Der Anhalter Nico, der einer Internetbekanntschaft nachreist, spielt dabei eine große Rolle und Maikes Freundin Lisa und Schwester Merle steuern per Telefon eigene Akzente bei. Mit Arne auf den Fersen und den abenteuerlustigen Oldies Martha und Karl-Werner auf dem Rücksitz des klapprigen Ford Escort verbringt Maike eine turbulente Zeit.
Die Geschichte ist flott und humorvoll erzählt, ich musste oft schmunzeln und fast ständig grinsen, denn Maikes Erzählstimme und ihr trockener Humor gefielen mir ausgezeichnet und sorgten für gute Laune. Ganz nach meinem Geschmack gibt es keine abgedroschenen Kalauer, sondern witzige Situationskomik und tolle Dialoge. Die patente Maike steht mit beiden Beinen fest im Leben, hat aber auch einen guten Schuss Verrücktheit, was sich mit Oma Marthas Schalk im Nacken sehr gut ergänzt. Ab und zu weht auch ein Hauch Romantik durch die Seiten und man bekommt definitiv Lust darauf, sich selbst mal wieder auf die Reise zu machen.

Das Ende ist rund und wirklich ausgezeichnet gelungen. Ein perfekter Abschluss für einen herrlichen Roadtrip. „Maike, Martha und die Männer“ hat mich wunderbar unterhalten. Wer eine schöne Geschichte zum lachen, entspannen, sich wegträumen und schmunzeln sucht, ist mit diesem Buch hier bestens bedient. Für mich eine tolle Neuentdeckung, die ich gerne weiterempfehle!


Gabi von Laberladen

Eine Rezension von Gabi von Laberladen. Buchbloggerin mit Hang zu Krimis/Thrillern und Gay Romance.

 

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